Geduld heisst das Zauberwort – aber auch die Ernährung zählt!


Bereits in meinem ersten Bericht vom 31. Januar 2016 „Der Weg zurück bzw. wenn der Körper Signale sendet“, habe ich über meine Stressfraktur im Oberschenkel berichtet und über den langen und steinigen Weg zu deren Diagnose.

Heute schreiben wir den 04. März und in der Zwischenzeit hat sich doch so einiges ergeben. Eines kann ich jedoch vorweg nehmen: GEDULD heisst das Zauberwort. Und da ich zu der Sorte „ungeduldigste Menschen der Welt“ gehöre, war bzw. ist das umsetzen des einfachen Wortes in den Alltag eine riesen Herausforderung.

„hinfallen, Krone richten und wieder aufstehen“ war meine Devise. Und ich habe sie tatsächlich in die Tat umgesetzt; jedenfalls so gut wie’s eben ging. Gott sei Dank war ich in der glücklichen Lage, dass ich weiterhin Alternativtraining betreiben konnte – die Zusammenfassung meiner sportlichen Aktivitäten für den Monat Februar lautet wie folgt:   Aktivitäten: 57    /     Zeit: 59h 13min

Dabei handelt es sich lediglich um Schwimm-, Rad-, und Fitnesseinheiten.

Einige werden jetzt denken, dass ich nicht ganz „normal“ bin, mit einer Stressfraktur so viel zu trainieren. Eins ist klar, normal bin ich sowieso nicht…. aber nach meinem gestrigen Röntgen habe ich die Bestätigung: der Bruch verheilt ideal und rasch. Ich habe nie in den Schmerz trainiert und auf meine Körpersignale geachtet und diese auch respektiert – das werde ich in Zukunft auch weiterhin!

Klingt fast so, als wäre nun alles wieder in Ordnung. Tja, so ist das natürlich nicht. Ich muss sicherlich weitere 4 Wochen den Schongang einlegen und darf die Belastung nur minimal steigern. Kurze Laufbandeinheiten sind okay, mehr aber auch nicht. Weiterhin heisst es die Cardio-Trainingseinheiten im Schwimmbecken, auf dem Rad oder dem Crosstrainer zu absolvieren- es gibt aber durchaus Schlimmeres!

Gerne möchte ich aber noch etwas in die Tiefe gehen und über ein Thema berichten, welches sonst vielleicht eher unter vorgehaltender Hand besprochen wird – die Fehlernährung im Sport!

Bei einer Stressfraktur muss immer auch abgeklärt werden, weshalb diese entsteht. In meinem Fall war der Bruch an einer sehr aussergewöhnlichen Stelle und entsprechend musste ich zur „Knochendichtemessung“. Mein Arzt meinte, dass dies eine reine Routineuntersuchung sei, und dass ich mir keine Sorgen machen soll – tja, das ist einfacher gesagt als getan. Das Ergebnis der Messung hat mich unglaublich erschüttert:

DXA-Ergebniszusammenfassung

WHO-Klassifikation: Osteopenie

Frakturrisiko: Erhöht

SCHOCK!!!!

Capture

 

Osteopenie? Noch nie gehört. Frakturrisiko erhöht? Damit kann ich was anfangen….

Osteoporose ist das Wort, welches jeder schon gehört hat. Osteopenie ist eine Vorstufe dazu. Man wird in verschiedene Bereiche des Schweregrades unterteilt und ich habe eigentlich Glück im Unglück- ich befinde mich nicht wirklich weit weg von der Grenze zu der „normalen“ Knochendichte. Will heissen; meine Knochen sind einfach momentan etwas zu weich- ein Zustand der sich durchaus auch wieder verbessern kann; aber wie?

Viele Sportler wissen nicht, dass vor allem bei Frauen häufig eine nicht optimale Knochendichte besteht. Einerseits kann dies hormonell bedingt sein (durch Sport verändert sich der Hormonhaushalt enorm), andererseits natürlich auch durch Fehlernährung. Bei mir wird’s wohl eine Kombination von Beidem sein.

Von einer ausgewogenen Ernährung hängt so viel ab – aber sind wir ehrlich: wer weiss denn heute noch was wirklich gesund und vor allem „richtig“ ist? Vor allem Sportler müssen ihrem Körper sämtliche Nährstoffe zuführen, welche für die körperlichen Höchstleistungen benötigt werden, aber sind diese überhaupt durch die „normale“ Nahrung aufzunehmen? Fragen über Fragen. Es gibt unzählige Bücher über Sporternährung und tausende Vorschläge und Tipps. Mit einer Laktose- und Fructoseunverträglichkeit wie ich sie habe, ist aber die Ernährung enorm eingeschränkt und muss entsprechend angepasst werden. Nicht ganz einfach….

Ich möchte an dieser Stelle eigentlich nur sagen, dass ich mich nach wie vor auf der Reise zu mir und meinem Körper befinde und dass diese wohl noch länger nicht abgeschlossen sein wird.

Ich möchte dazu aufrufen die eigenen Körpersignale zu achten und wahrzunehmen. Ich möchte aber auch dazu aufrufen den Kopf nicht hängen zu lassen, egal wie „erschütternd“ die Nachrichten sind. Es geht weiter- immer weiter… und so lange man nicht aufgegeben hat, hat man noch nicht verloren! 🙂

Leider kann ich hier keine „Lösung“ für die Probleme präsentieren, aber ich kann ehrlich sagen, dass man auch erst einmal lernen muss wie man „richtig“ Sport macht bzw. was es dabei alles zu beachten gilt und was alles dazugehört.

Jeder Sportler fordert seinen Körper enorm und vergisst häufig die Bedürfnisse des Organismus dabei. Ich werde mich jetzt auf die Suche nach der optimalen „Sporternährung“ begeben und wenn ich sie gefunden habe, gebe ich sie bei Interesse sehr gerne an euch weiter! 🙂

Übrigens; was beim Heilungsprozess meiner Fraktur enorm geholfen hat und was ich bis anhin nicht kannte:

EXOGEN ultrasound bone healing system – einfach mal googeln!

Selina

Kategorien:Allgemein

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