Sport ist Mord

„Sport ist Mord“ sagen die einen, „regelmässige Bewegung ist unentbehrlich“ die andern. Und jetzt? Wo liegt die Wahrheit? Irgendwo dazwischen?

Immer häufiger kommen an diversen Sportveranstaltungen Ärzte und Ambulanzfahrzeuge zum Einsatz, immer häufiger liest man von Todesfällen. Ist Sport also tatsächlich Mord? Ich wollte der „Wahrheit“ auf den Grund gehen und habe mich etwas schlau gemacht.

Gemäss meinen Recherchen sind vor allem aus der Beziehung zwischen der körperlichen Belastung und einem Herzinfarkt interessante Schlüsse zu ziehen. „Beim Vergleich von über 1‘000 Herzinfarkt-Patienten trat bei zirka jedem Zwanzigsten ein Herzinfarkt während oder nach körperlicher Anstrengung auf. Im Vergleich zur Ruhepause ist das durchschnittlich 5 Mal höher.“ – und hier steht es nun also schwarz auf weiss; körperliche Anstrengung erhöht das Herzinfarktrisiko.
Allerdings muss diese Aussage stark relativiert werden, hängt es doch tatsächlich stark vom Mass der bisherigen, gewohnten körperlichen Betätigung ab. Es ist nämlich klinisch bewiesen, dass schon bei einer geringen sportlichen Aktivität von 1-2 Mal wöchentlich das Risiko um ein Fünftel sinkt. Bei noch mehr körperlicher Bewegung besteht ein verhältnismässig sehr tiefes Risiko.

Es ist also wie mit allem: Zu wenig ist ungesund – zu viel schadet!
Und somit wären wir bereits wieder beim Thema „das richtige Mass“ gelandet. Ein Elend…..

Wer jedoch die 10 goldenen Regeln für „gesunden“ Sport beachtet, der wird hoffentlich nie eine Sanitätsstation an einer Veranstaltung aufsuchen müssen:

– Zum Anfangen ist es nie zu spät
– Auf den Körper hören
– Langsam beginnen – allmählich steigern
– Regelmässigkeit ist das oberste Gebot!
– Integration in den Alltag: 30 Minuten moderate Bewegung an    möglichst vielen Tagen
– Normales Sprechen sollte nach grosser Belastung stets möglich   sein
– Sportarten variieren, damit der ganze Körper profitiert und    einseitige Belastungen   vermieden werden
– Ausdauertraining mit Kraft- und Koordinationsübungen kombinieren
– Gutes Material und passende Vorbereitung fördert das  Vergnügen
– Genügend Erholung steigert die Leistungsfähigkeit

Meinen Fokus lege ich momentan vermehrt auf das Krafttraining. Der Grund dafür ist eine Verletzung am Schienbein. Eine Knochenhautentzündung ist wirklich ganz schön schmerzhaft und bringt auch einen relativ langen Heilungsprozess mit sich. Ich halte die Füsse also entsprechend still (Crosstrainer funktioniert zum Glück schmerzfrei) und verbringe meine Trainingszeit an den Gewichten, fahre vermehrt Rennrad oder bin im Schwimmbad anzutreffen.

Ich versuche mich mit meiner erneuten „Laufpause“ anzufreunden. Kann die Zeit aber kaum erwarten, in welcher ich wieder schmerzfrei Laufen kann. Laufevents werden dieses Jahr wohl oder übel aber alle ins Wasser fallen… obwohl ich da noch an einen wunderbaren Event angemeldet (Transviamala) bin. We’ll see- never say never. (Walking wäre ja auch eine Option…..)

That’s it – zumindest für heute. Das nächste Mal berichte ich dann wieder aus meinem Trainingsalltag, mit Daten, Fakten und Bildern! If you want it, do it!


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