Sport in der Schwangerschaft

Heute dreht es sich in meinem Blogpost um das Thema „Sport in der Schwangerschaft“.

Ich staunte nicht schlecht als ich gefragt wurde „Was, du bist schwanger und machst trotzdem noch Sport?!“ Es klang so vorwurfsvoll, als würde ich etwas Verbotenes tun.

Für mich persönlich stand aber von Anfang an fest, dass ich mich sportlich weiterhin betätigen möchte, sofern dies körperlich und auch vom Schwangerschaftsverlauf her möglich ist.

Ich war im ersten Trimester jedoch sehr, sehr müde und hatte mit starker Übelkeit zu kämpfen; deshalb hatte sich mein „Bewegungsdrang“ von alleine stark reduziert. Ich ging gelegentlich ins Fitnessstudio und habe dort ca. 90 Minuten trainiert. Vor allem Ausdauer in einem angemessenen Pulsbereich und Stabilisationsübungen, sowie Rückenkräftigung.
Auch das Schwimmen begleitet mich seit Beginn der Schwangerschaft. Schwimmen finde ich eine super Sportart; anstrengend und zugleich sehr schonend für den Körper – perfekt!
Spaziergänge durften auch nicht fehlen. Häufig war ich einfach etwas zügiger unterwegs und war dann doch auch sehr schnell ausser Atem. Es ist verrückt wie schnell sich der Körper verändert und wie schnell er sich der Schwangerschaft anpasst und sich umstellt.

Schwimmen_Feb18

Im zweiten Trimester geht es mir schon einiges besser was die Übelkeit betrifft. Allerdings ist eine schreckliche Schwangerschaftscholestase aufgetreten (ein Juckreiz am ganzen Körper, welcher sich kaum lindern lässt), welche mir nun das Leben etwas unangenehmer gestaltet.
Im Wasser kann sich mein Körper jedoch völlig entspannen und der Juckreiz verschwindet; Schwimmen ist entsprechend immer noch eine meiner liebsten Sportarten.
Ausserdem jogge ich wieder regelmässig. Die Kilometerzahl beschränkt sich meist auf ca. 7km pro Laufeinheit und findet in einem sehr gemütlichen Tempo statt. Der Pulsbereich liegt meist zwischen 140 und 150 Schlägen pro Minute.

Laufen_Feb18

Das Schwangerschaftspilates besuche ich ebenfalls einmal wöchentlich und ich kann es nur empfehlen. Pilates dient vor allem zur Stärkung der Tiefenmuskulatur und obwohl ich doch ziemlich „trainiert“ bin, sind die Lektionen jedes Mal eine neue Herausforderung für mich. Nichts mit „Gspührsch mi, fühlsch mi“, im Gegenteil; die Schweissperlen lassen nicht lange auf sich warten. Ich finde es entsprechend eine super Alternative zum eigentlichen Krafttraining.

Und so schaut das dann ungefähr aus:

Garmin_Feb18

Do’s and Don‘ts beim Sport in der Schwangerschaft:

DO:

  • Besprich die gewünschten Sporteinheiten mit deinem Arzt und höre, was er dazu sagt
  • Bleibe so lange wie möglich aktiv und achte darauf, dass du dich dabei wohl fühlst
  • Beschränke dich auf Sportarten, die deinen Körper nicht bis an seine Grenzen belasten
  • Achte darauf, dass dein Puls sich während der Belastung in einem angenehmen Bereich einpendelt
  • Achte darauf, dass du genügend Sauerstoff erhältst (keine Schnappatmung)
  • Falls du vor der Schwangerschaft nicht allzu sportlich warst, dann übertreibe es auch jetzt nicht mit der Belastung – fange mit zügigen Spaziergängen oder lockerem Schwimmen an
  • Höre sofort auf, wenn du dich unwohl fühlst oder Schmerzen erhältst

DON’ts:

  • Kein Sport bei einer Risikoschwangerschaft bzw. wenn von deinem Arzt verboten
  • Kein Sport wenn du dich krank oder unwohl fühlst
  • Kein Sport bei Blutungen oder Schmerzen

Geeignete Sportarten:

  • Schwimmen
  • Laufen (Spaziergänge und joggen)
  • Radfahren (Achtung, mögliche Sturzgefahr)
  • Tanz-Training (Zumba, etc.)
  • Schwangerschaftspilates oder Yoga
  • Und alles andere womit du dich wohl fühlst…….:)

2 Gedanken zu “Sport in der Schwangerschaft

  1. Ich bin während der ersten Schwangerschaft häufig Schwimmen gegangen. Im Freibad war das sehr schön. Bei meinem zweiten Kind hätte ich ins Hallenbad gehen müssen, was mir nicht so gefiel. Deshalb habe ich dann einen Yoga-Kurs für Schwangere gemacht.

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    1. Hallo Kerstin
      Ich kann gut verstehen, dass du das Hallenbad nicht so magst… ist bei mir auch so; nur leider habe ich noch keine Alternative (Freibad wäre ja noch etwas kalt :)) Wie fandst du das Yoga? Konntest du profitieren?

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