Postpartum – und plötzlich ist alles anders!


Es ist geschafft; am 15. Juni um 3:56 Uhr hat Nora Cecilia das Licht der Welt erblickt und ich wurde zur stolzen Mama. Wenn ich diese Worte niederschreibe, dann fühlt sich das Ganze nach wie vor total unwirklich an. Wird dieses kleine, süsse Wesen nun wirklich dableiben? Ist das kein Traum, aus dem ich irgendwann erwache?

Die Geburt lässt sich grundsätzlich in einem einzigen Wort zusammenfassen: Sprint! 😊 Die Wehen dauerten zwar etwas länger, aber wirklich «zur Sache» ging es lediglich 50 Minuten, dann war die Kleine da. Zwei Tage später habe ich das Krankenhaus auch bereits wieder verlassen und jetzt, 2.5 Wochen später, hat sich so etwas Ähnliches wie ein «Alltag» eingeschlichen: lange Tage und kurze Nächte 😊

Mein Tagesablauf passt sich momentan ganz dem kleinen Racker an und lässt sich wie folgt beschreiben: stillen, Windel wechseln, stillen, schlafen, etwas essen, stillen, Windel wechseln….  Ich konnte nie verstehen, als frischgebackene Mamas meinten, dass sie plötzlich keine Zeit mehr hätten – ich dachte, dass die Kleinen ja einen Grossteil des Tages schlafen würden und man sicherlich noch genügend Zeit für anderes zur Verfügung hätte; aber Pustekuchen. Die Schlafenszeit der Kleinen wird zum duschen, essen und ausruhen genützt, denn die kurzen Nächte ziehen doch ganz schön an den Nerven. Aber der Blick in zwei Kulleraugen und das Lächeln der kleinen Nora entschädigen für die nächtlichen Strapazen; ich bin überglücklich, dass sie da ist!

Nora und ich

Nun, wer mich kennt, der weiss, dass ich nicht lange stillsitzen kann. Nach einer Geburt wird die Frau jedoch dazu verdonnert, sich während 6 Wochen zu schonen und zu erholen; das sogenannte «Wochenbett». Die Bedeutung dieser Ruhephase darf man nicht unterschätzen; sie ist wichtig für den Milchfluss (sofern man stillen möchte) und natürlich muss sich auch der Körper von den Anstrengungen der Geburt erholen und nicht zu vergessen ist ausserdem die emotionale Belastung, welche so eine Lebensveränderung mit sich bringt- es braucht Ruhe und Zeit um das Erlebte verarbeiten zu können.

Dennoch, ich war vor und während der Schwangerschaft sehr aktiv und mein Körper ist sich eine gewisse Belastung gewohnt. Bereits drei Tage nach der Geburt konnte ich schon wieder etwas längere Spaziergänge geniessen und fühlte mich in meinem Körper sehr wohl. Ich bin überzeugt, dass ich es meiner guten körperlichen Verfassung zu verdanken habe, dass ich bereits jetzt wieder aktiv sein darf. Gewichtstechnisch befinde ich mich wieder auf dem Ausgangsgewicht vor der Schwangerschaft, ja sogar eher noch etwas darunter – dies ist jedoch auch auf den Verlust meiner Muskelmasse zurückzuführen (Muskeln sind bekanntlich schwerer als Fett).

Ich fühle mich nun, 2.5 Wochen nach der Geburt, dazu bereit, meinen Beckenboden zu stärken. Täglich versuche ich in einem kleinen «Workout» von ca. 30 Minuten diverse Beckenbodenübungen durchzuführen. Ausserdem geniesse ich meine 5km Spazierstrecke mit Kinderwagen in einem zügigen Laufschritt (kein Running). Sobald sich der Beckenboden wieder zurückgebildet hat und ich das «GO» von meiner Ärztin erhalte, werde ich wieder mit Schwimmen und Krafttraining starten. Das Laufen werde ich vorzu wieder in den Alltag integrieren, allerdings muss der Körper dazu vollständig regeneriert sein, ansonsten kann ein zu frühes Training mit schwerwiegenden Folgen bestraft werden.

03.07.18

Und das Wichtigste: Da ist ein kleiner Mensch, der meine volle Aufmerksamkeit verdient und auch erhalten wird – Sport wird deshalb immer ein wichtiger Bestandteil meines Lebens bleiben, aber hat nicht die erste Priorität.
Wenn Nora Cecilia genug alt ist, dann wird sie natürlich in sämtliche Aktivitäten miteingebunden.
Ich bin fast sicher, dass auch sie die Freude am Sport entdecken wird und wer weiss; irgendwann wird es dann so sein, dass ich in ihrem Windschatten meine Radrunden drehe.
Ich freue mich darauf!

Kategorien:Allgemein

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