it’s not always easy

There are two ways to live your life.
One is as though nothing is a miracle.
The other is as though everything is a miracle.

Schwangerschaft, Hausbau, Arbeit, Kleinkind, Studium, schlaflose Nächte, Grippe- und damit gilt die Liste noch lange nicht als «abgeschlossen»- zerren gerade ziemlich an mir.
Mein Energielevel befindet sich irgendwo unter der Erde und jeden Morgen, wenn ich erwache, kann ich es kaum erwarten, dass ich am Abend wieder ins Bett fallen darf.
«Ich erkenne dich gar nicht mehr» – Worte, welche mich sehr tief treffen und mich nachdenklich stimmen; schliesslich bin ich diejenige, welche morgens um 5 Uhr freiwillig den Wecker stellt für einen schönen Morgenlauf, welche nie stillsitzen kann, welche immer neue Projekte und Ziele verfolgt und sich stetig weiterentwickeln will.
Nun sitze ich da, müde und kraftlos und könnte mir tatsächlich vorstellen, mich einfach für ein paar Tage ins Bett zu legen und mich nicht mehr zu bewegen.

blog14.02.20

Dazu zu stehen, dass man sich kraftlos und erschöpft fühlt ist nicht einfach; Hilfe in Anspruch zu nehmen eben so wenig- vor allem wenn man immer der Meinung war, alles alleine zu schaffen.
Aber ist es wirklich nötig immer stark, immer kraftvoll und energiegeladen zu «wirken»? Ist das menschlich?
Nein! Jeder Mensch hat schlechte Tage, jeder Mensch zweifelt manchmal an sich und jeder Mensch hadert zwischenzeitlich mit seinem Leben – das ist das natürlichste der Welt. Nur weil wir auf Instagram, Facebook und Co. immer top gestylte, selbstbewusste, überglückliche und rundum zufriedene Menschen zu Gesicht bekommen, heisst das noch lange nicht, dass das der Wahrheit entspricht. Im Gegenteil; es führt dazu, dass wir uns noch schlechter fühlen, sollten wir einmal keine Lust dazu haben in eine Kamera zu lächeln oder uns vor dem Spiegel zurecht zu machen. Aber es ist okay – denn es ist das wahre Leben.

Auch wenn ich meine Tochter über alles liebe und gerne jede Minute mit ihr verbringen möchte, so bin ich momentan dennoch sehr froh, wenn sie auch mal eine Nacht bei den Grosseltern schlafen darf. Bin ich deswegen eine schlechte Mutter? Ja, zumindest dann, wenn man den Sozialen Medien vertraut. Ich bin aber der Meinung, dass ich mit meiner Tochter viel mehr Quality Time verbringen kann, wenn ich auch mal ausgeschlafen bin. Ausserdem liebt sie ihre Grosseltern und geniesst die Zeit dort immer in vollen Zügen. Weshalb also nicht die Hilfe in Anspruch nehmen, sich erholen, und dann energiegeladen in den neuen Tag starten? Meist reicht nämlich ein sehr kurzes Zeitfenster, um die leeren Batterien wieder etwas aufzuladen.

blog14.02.2020

Bei allem wunderbaren was dieses Leben zu bieten hat- man darf sich dennoch auch zwischendurch unglücklich und unzufrieden fühlen. Es gehört dazu, es ist okay und es geht wieder vorbei. Ohne Nacht keinen Tag, ohne Regen keine Sonne und ohne Kälte keine Wärme. Das Leben befindet sich erst dann im Einklang, wenn wir die Wellen der Emotionen erleben, fühlen und akzeptieren- und nicht zu vergessen, wenn wir sie leben!
Wäre immer alles «Friede, Freude, Eierkuchen», dann würden wir uns gar nicht mehr weiterentwickeln. Stillstand wäre die Folge daraus.
Das Leben ist aber ein Kreislauf- die Natur unser bester Lehrer: Frühling – Sommer – Herbst und Winter; Jahr für Jahr. Man kann also davon ausgehen, dass auch unsere Gefühlswelt einen Zyklus mit sich bringt, einen, den wir wieder viel öfters wahrnehmen und akzeptieren sollten. Harmonie-Disharmonie-Unzufriedenheit-Zufriedenheit-Harmonie-Disharmonie…..

In diesem Sinne; never be afraid to say what you really feel.

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