Projekt Zuckerfrei

15.03.2017 – zwei Wochen und ich lebe noch

Zwei Wochen sind bereits Geschichte und ich lebe noch – und wie ich lebe! Es geht mir gut, richtig gut! Mittlerweile habe ich mich mit dem zuckerfreien Leben angefreundet und keine Zuckerentzugs-Erscheinungen mehr. Ich fühle mich fit, ausgeglichen und konzentrationsfähiger; ausserdem schlafe ich um einiges besser und wie bereits in meinem letzten Beitrag erwähnt, habe ich allgemein viel weniger Hunger. Das hat mit dem ausgeglichenen Blutzuckerspiegel zu tun; dazu habe ich ein paar schlaue Informationen für Euch:

  • Ein konstanter Blutzuckerspiegel sorgt für lang anhaltendes Sättigungsgefühl, Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit.
  • Ständig schwankende Blutzuckerspiegel hingegen machen hungrig, dick und krank.
  • Am besten sind eine möglichst naturbelassene Ernährung.
  • Kohlenhydrate aus naturbelassenen Nahrungsmitteln werden aufgrund des hohen Anteils an Ballaststoffen nur nach und nach ins Blut abgegeben und führen zu keinen extremen Blutzuckerschwankungen, ganz im Gegensatz zu allen nachträglich zugefügten Zuckerarten.
  • Bei einer vollwertigen Ernährung kommen Hungergefühle selbst dann kaum auf, wenn man mal eine Mahlzeit auslässt.

Trotzdem, das zuckerfreie Leben stellt mich auch vor so einige Herausforderungen. Am Sonntag wollte ich auf eine etwas längere Radtour und habe wie selbstverständlich in meine Sportfood-Box gegriffen. Und was sehe ich da?! Natürlich war in sämtlichen Riegeln und Gels unendlich viel Zucker enthalten…. ihr mögt jetzt meinen, dass man als „Sportler“ ja ruhig mal zu Zucker greifen kann – aber ich bin der Überzeugung, dass das nicht nötig ist! Ich bin sicher, dass ich genau so gute Leistungen mit der Einnahme von Lebensmitteln ohne künstlich zugesetztem Zucker erbringen kann, wie mit. Nein, ich denke sogar, dass ich bessere Leistungen erbringen kann!! Das Wichtige sind die Kohlenhydrate und der Zeitpunkt der Mahlzeit, damit diese dann zur richtigen Zeit zur Verfügung stehen. Langkettige Kohlenhydrate brauchen nämlich einiges länger, bis sie in den Blutkreislauf aufgenommen werden. 

Wie auch immer, ich war etwas hilflos und habe via Instagram und Facebook einen Aufruf mit der Bitte um Tipps für zuckerfreie Sportlernahrung gestartet. Die beste Antwort: vorgekochte Kartoffeln, sogenannte „Gschwellti“. Auf diese Idee wäre ich nie gekommen – vielen Dank an dieser Stelle! Klar, Kartoffeln bestehen aus Stärke und Stärke wird bekanntlich zu Zucker. Auf jeden Fall werde ich das bei meiner nächsten längeren Ausfahrt ausprobieren und berichten, wie es mir mit den Kartoffeln im Gepäck ergangen ist 🙂

Ausserdem habe ich ein Produkt entdeckt, dass ich euch nicht vorenhalten möchte – ich liebe es! Es schmeckt besser als Nutella, versprochen:

 
Damit ich nicht immer nur Wasser trinken muss, habe ich ausserdem einen leckeren Tee gekauft, welcher eigentlich den Stoffwechsel anregen sollte – davon merke ich aber ehrlichgesagt nicht all zu viel:

Am Wochenende steigt mein Trainingspensum ein bisschen an und ich bin schon sehr gespannt, wie es mir dann so ergeht…. 

Wie läuft es bei Euch? Erste Erfahrungen, Versuche, missglückte Versuche? 

07.03.2017 – Zuckerfreier Ausflug

Juppiiiiiiii, die erste Woche zuckerfrei ist schon bald geschafft! Es war viiiiel einfacher als gedacht, ausschliesslich an Tag 3 hatte ich grössere Schwierigkeiten und dieses absolut (fast) unerträgliche „Zucker-Verlangen“. Aber ich bin stark geblieben und habe für mich gewisse Methoden entdeckt, welche doch ganz gut gegen diese Zucker-Attacken nützen:

1: Wasser trinken! –> ich trinke mittlerweile um die 3 Liter am Tag und habe  dadurch allgemein viel weniger Hunger.

2: Mandeln essen! –> Lust auf Süsskram? Ich esse ein paar Mandeln, hilft super!

3: Kaffee trinken! –> Kaffeekonsum ist natürlich mit Vorsicht zu geniessen, aber bei Zuckerverlangen eine geniale Alternative.

Der Wochenendtrip nach London war dann doch eine gewisse Herausforderung und die Versuchung lauerte an jeder Ecke…. Es gab dann aber doch auch einige Läden, welche wirklich gesunde und vor allem frische Produkte im Angebot hatten und ich bin happy, habe ich auch das London-Weekend zuckerfrei überstanden.

Um mal zu verdeutlichen, wie viel Zucker in gewissen Lebensmittel versteckt ist, habe ich hier zwei Bilder:

Verrückt, oder?!

Obwohl ich zu 100% hinter meinem Projekt stehe, kann ich nicht nur Gutes berichten. Seit dem Zucker-Entzug bin ich dauermüde. Die ersten Tage hatte ich starke Kopfschmerzen und war sicherlich auch schneller reizbar. Aber kommt das nur vom Zuckerentzug? Auch in meinem Umfeld waren viele Personen überaus müde und hatten Kopfschmerzen – obwohl sie keine Ernährungsumstellung mitmachten. Vielleicht also doch das Wetter und der Föhn, der an diesen „Nebenwirkungen“ Schuld war? Wir werden es wohl nie erfahren… 🙂

Momentan fühle ich mich auf jeden Fall noch nicht so wohl, wie ich mir das gewünscht hätte. Jetzt heisst es aber umso mehr eisern bleiben und durchhalten – ich bin sicher, der positive Effekt lässt nicht mehr lange auf sich warten!

Mein Speiseplan sieht etwa so aus:

 

Also ihr Lieben – weiter geht’s! Ich hoffe, ihr seit wohl auf und das Projekt läuft bei Euch auch so gut (abgesehen von den Nebenwirkungen) 🙂

Fortsetzung folgt….

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Zuckerfrei; wieso denn das? 

Viele haben mich gefragt, weshalb ich denn nun auf Zucker verzichten möchte. Da ich relativ viel Sport treibe werde diese Zucker-Energie doch benötigt?!

Es gibt aber zahlreiche Gründe, weshalb ich mich für dieses Experiment „Zuckerfrei“ entschieden habe:

– Ich leide unter einer Laktoseintoleranz und unter einer Fructosemalabsorption –> sprich mein Körper kann den entsprechenden Zucker einfach nicht richtig verwerten! Nehme ich trotzdem Lebensmittel mit diesen Inhaltsstoffen zu mir, dann sind Bauchschmerzen, Blähungen und Übelkeit die Folge.

– Ich möchte meinem Körper etwas Gutes tun! Geht es meinem Körper besser ohne Zucker? Wie verändert sich mein Essverhalten?

– Ich möchte wieder ein anderen Verständnis und einen anderen Zugang zu den Lebensmitteln gewinnen – wieso um Himmelswillen ist überall Zucker drin?

– Ich möchte testen wie stark ich bin! Das Projekt „Zuckerfrei“ soll meinen inneren Schweinehund so richtig zum Vorschein bringen; bin ich stärker als er?

Und das wichtigste: auch die „ungezuckerten“ Lebensmittel werden durch unseren Körper in Zucker umgewandelt. Es ist also nach wie vor genügend da! 🙂

Zuckerfrei; kann doch nicht so schwer sein!

Zuckerfrei-sein kann doch nicht so schwer sein; Pustekuchen! Ich bin bei Tag 4 angelangt und es fällt mir zum Teil schon noch richtig schwer (und ich habe das Gefühl, dass das schlimmste noch nicht überstanden ist!). Vor allem nach dem Essen kommt immer dieser Drang nach Süssem zum Vorschein… dann hilft nur eines: Ablenkung! Ich schreibe, treibe Sport, trinke Wasser oder Tee oder quatsche mit Freunden – Hauptsache weit weg von all dem Süsskram. Jap, in meinem Kühlschrank befindet sich nämlich noch das ein oder andere Snickers, das ein oder andere Joghurt mit Zucker und auch die Marmelade steht noch an ihrem gewohnten Platz.

Zuckerfrei bedeutet für mich nicht nur auf Schokolade und Kekse zu verzichten; ich verzichte auch auf den Fruchtzucker – denn wie bereits erwähnt, vertrage ich diesen absolut schlecht. „A Apple a day keeps the doctor away“ – das ist ja schön und gut; aber ich hab’s ausprobiert und meine Bauchschmerzen nach dem Apfelverzerr waren jeweils so stark, dass ich dem Sprichwort irgendwie nichts mehr abgewinnen kann.

Und wäre dieser Verzicht nicht schon genug, habe ich auch noch den Kaffee aus meiner Lebensmittelliste verbannt. Ich habe nämlich gemerkt, dass mir dieser seit dem Zuckerverzicht gar nicht mehr bekommt und die Säure einfach zu viel des Guten für mich ist.

Symptome; meine armen Mitmenschen

Kopfschmerzen, kalte Hände, komisches Kribbeln in den Füssen, innere Unruhe, Müdigkeit… das und vieles mehr sind meine Symptome während dem Zuckerentzug. Ich könnte dauerschlafen und ich merke, dass mir die Energie etwas abhanden gekommen ist. Aber ich bin guter Dinge, dass sich das nach der Umstellungsphase wieder ändern wird; durchhalten heisst die Devise!

Gemäss meinen lieben Mitmenschen bin ich sogar noch erträglich; das wurde mir so versichert! 🙂 puuuuh, da hab ich ja noch einmal Glück gehabt. Ich reisse mich aber auch tierisch zusammen und bis jetzt ist mir noch niemand mit einem grossen Becher Eis über den Weg gelaufen – keine Ahnung wie ich dann reagieren würde! Vielleicht müsste ich dann meine Karate-Kenntnisse wieder einmal auspacken (keine Angst, ich habe nur den grünen Gürtel).

 

Das nächste Mal möchte ich gerne über meine Einkaufserfahrungen und „Kochkünste“ berichten. Und hey, wer auch immer da draussen auch „Anti-Zucker“ ist – über einen Austausch würde ich mich sehr freuen!

2 Gedanken zu “Projekt Zuckerfrei

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